Es ist doch merkwürdig, dass unser Stromnetz 🔌 angeblich für Balkonkraftwerke, Batteriespeicher, Solarkraftwerke, Windparks und Elektroautos zu schwach ist und das ganze erst aufwendig, langjährig und bürokratisch bearbeitet und genehmigt werden muss, während es für KI-Rechenzentren, die ein vielfaches an Strom ⚡ verbrauchen immer ganz schnell geht mit der Baugenehmigung 🤔
Ich habe das Gefühl, dass die normale Bevölkerung pausenlos von der Regierung verarscht wird und nur Politik für Superreiche und die großen Konzerne gemacht wird.
😥
#politik #Demokratie #umwelt #Energie #lobby #Lobbyismus #niewiedercdu #niemehrcdu #union #Verarschung #Skandal #Frechheit #Gesellschaft #wirtschaft #bigtech #zukunft #krise
like this
N. E. Felibata II reshared this.
Hiker
•Hier gibts schon ein paar techische Details, die beides unterscheidet. Ein Rechenzentrum ist nur Konsument, wahrscheinlich sehr konstant und im Mittelspannungsnetz. Die anderen sind auch hoch variable Produzenten (meist im Niederspannungsnetz) und die Netzsteuerung und Netzverteilung ist hoch komplex - jedes produzierte Ampère muss irgendwo sofort verbraucht werden.
like this
Simonalein ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾ and (((Horschtel))) born at 315ppm like this.
Aladár Mézga
•like this
Jochen bei Geraspora*, (((Horschtel))) born at 315ppm, (((Tousled Crane on Tour))) and eeepee like this.
Hiker
•Weil das Netz bisher rein auf Verbrauch ausgelegt war - Top-Down. Oben die grossen Grundlastkraftwerke (AKW, Kohle, Wasser etc) mit gleichmässiger Produktion. Die verschiedenen Spannungsnetze - transformiert immer von oben nach unten.
Jetzt Produktion im untersten und zweituntersten Netz - grosse Instabilität durch Verbrauch UND Produktion - das Netz war dafür nicht bereit. Die Bottom-Up Topologie muss zuerst gebaut werden (Transformation nach oben). Die Netzstabilisierung unten (Nieder- und Mittelspannung) mit Speichern ist erst angelaufen.
(((Tousled Crane on Tour))) likes this.
Aladár Mézga
•Also, wenn das wirklich so eine große Instabilität wäre, dann hätte es schon längst ein Spanien in D gegeben, die konnten nämlich ihre Instabilität nicht mehr abfangen (auch zu sehr gespart) und hatten dann ihren Blackout.
Man könnte aber das Problem der Instabilität und auch von Verbrauch und Angebot ganz schnell lösen, indem man Batteriespeicher in Haushalten fördert und die "automatisch" am Netz hängen: Laden bei hoher Netzfrequenz, entladen bei niedriger. Das wäre die schnellste Methode, die Mängel durch fehlenden Netzausbau zu umgehen. (nicht beheben, nur temporär umgehen) Allerdings verdienen dann einige Unternehmen nicht mehr so viel an Gas...
(((Horschtel))) born at 315ppm likes this.
Hiker
•(((Horschtel))) born at 315ppm
•Ach schade, gerade wo es interessant wird.
Wenn Du Fachwissen hast, her damit.
Wissen wird mehr, wenn man es teilt 👍
Hiker
•Aladár Mézga
•...sagt die Person, die ständig das Wort "instabil" benutzt, ohne näher darauf einzugehen. Princess bride...
"Instabil" in der Welt von jemandem, der von Netzregelung nicht wirklich Ahnung hat, heißt, dass jederzeit ein Blackout wie in Spanien droht. Leider will jemand, der von Netzregelung wirklich Ahnung hat, sich nicht näher dazu äußern...
Hiker
•Möglicherweise schreiben wir einfach massiv aneinander vorbei.
Ich wollte eigentlich "nur" erwähnen, dass mit dem Eintritt der Stromproduktion durch Sonne und Wind auf der untersten und zweituntersten Netzebene die Netzverteilung und Netzsteuerung viel komplexer geworden sind und die Netzbetreiber hier neu gefordert sind. Aber es bringt mir wenig, sie im stammtischniveau gerade nur als die Bösen darzustellen, die nur kassieren wollen.
Wie die Komplexität zugenommen hat, kann man als Besipiel in den drei verlinkten Artikeln sehen.
https://www.strom.ch/system/files/media/documents/20250918-be-regelung-der-einspeisung-von-photovoltaikanlagen.pdf
https://www.swissgrid.ch/de/home/operation/regulation/grid-stability.html
https://edocs.tib.eu/files/e01fb24/1902236149.pdf
Und ja - ich schrieb es schon mehrfach - es gibt noch viel zu tun.
Soweit mein letzter Kommentar in diesem Thread.
Netzstabilität sichern – Netzschwankungen ausgleichen
www.swissgrid.cheeepee
•man sollte hier anmerken, das WKAs und grße PV-Analgen typischerweise am Mittel oder Hochspannungsnetz hängen.
Die unterste Netzebene ist Gebiet der Balkon-PV und PV bis 200kWp. Darüber wird dann meist auf Mittelspannungsebene eingespeist.
Und die Regelung war vor früher auch nicht einfacher - ganz im Gegenteil, Deutschland hatte "die großen 8" die jeweils ihre Zone selbst regelten (da hingen dann noch kleinere Versorger dran) und insgesamt gab es auch schon das west/mitteleuropäische Verbundnetz. Im Vergleich zu heute mit deutlich schechterer Regelqualität und deutlich mehr Ausfällen. Die Frequenzhaltung erledigte die Momentanreserve mit den großen Schwungmassen der konventionellen Kraftwerke (das ist schwieriger geworden, weil weniger Kraftwerke dieser Art am Netz). Falls die darüberhinausgehende Regelenergie erschöpft war hat man halt große Verbraucher kurzfristig aus dem Netz gekickt. Bei den IAW z.B. großer Galvanisierereien) und wenn man zuviel Energie im Netz hatte, dann hat man (auch im Hochs
... show moreman sollte hier anmerken, das WKAs und grße PV-Analgen typischerweise am Mittel oder Hochspannungsnetz hängen.
Die unterste Netzebene ist Gebiet der Balkon-PV und PV bis 200kWp. Darüber wird dann meist auf Mittelspannungsebene eingespeist.
Und die Regelung war vor früher auch nicht einfacher - ganz im Gegenteil, Deutschland hatte "die großen 8" die jeweils ihre Zone selbst regelten (da hingen dann noch kleinere Versorger dran) und insgesamt gab es auch schon das west/mitteleuropäische Verbundnetz. Im Vergleich zu heute mit deutlich schechterer Regelqualität und deutlich mehr Ausfällen. Die Frequenzhaltung erledigte die Momentanreserve mit den großen Schwungmassen der konventionellen Kraftwerke (das ist schwieriger geworden, weil weniger Kraftwerke dieser Art am Netz). Falls die darüberhinausgehende Regelenergie erschöpft war hat man halt große Verbraucher kurzfristig aus dem Netz gekickt. Bei den IAW z.B. großer Galvanisierereien) und wenn man zuviel Energie im Netz hatte, dann hat man (auch im Hochsommer) Nachtspeicherheizungen per Tonfrequenzrundsteuerung eingeschaltet.
Das ist jetzt nicht so viel anders, als wenn man mit der gleichen Technik heute PV und WKAs vom Netz nimmt.
Über 24h hinweg man die Last damals aber auch schon so geregelt, daß Uhren mit 50Hz.Synchronmotor über den gesamten Tag hinweg gesehen genau gingen - aber halt nur im Mittel.
Im Büro nebenan hatte ich den Kollegen, der nichts anders als Lastgangprognosen für die nächsten Tage erstellte und der lag schon ab und an daneben. Dann wurde halt in der Lastverteilung hektisch rumtelefoniert, wer denn noch ne Schippe obendrauf legen kann.
like this
Aladár Mézga and (((Horschtel))) born at 315ppm like this.